09.02.2014: Areshchenko - Rustemov 1-0 (BL 2013/14 Werder Bremen - Wattenscheid[8.2], Muelheim GER)PGN-Datei herunterladen
C.D. Meyer

 

GAMBIT IM VORSTOSS-FRANZOSEN

1. e4 e6 2. d4 d5 3. e5 c5 4. c3 Db6 !? Dieser frühe Damenzug erfolgt oft in Verbindung mit der prinzipiellen positionellen Idee ...Ld7-b5.

5. Sf3 Ld7 6. Ld3 6. ... cxd4 7. Sxd4 ! Diese Blockade des Zentrums mit dem Springer macht das weiße Spiel attraktiver. 7. ... Lc5 !? Damit geht Schwarz auf einen riskanten Bauernfang aus. 8. O-O ! 8. ... Lxd4 9. cxd4 Dxd4 10. Sc3 ! Im Geiste der ursprünglichen Gambit-Variante (siehe oben); angeblich fand der Zug erstmalig in der Begegnung Grischuk vs Morozevich, FIDE World Cup 2011, Anwendung. a6 Vermeidet zwar Sb5, aber ein Blick auf Alternativen ist auch interessant, z.B.: 11. Te1 Lc6 12. Se2 ! Der Auftakt zu einem verblüffend starken Springermanöver, der Schimmel kann nun je nach Bedarf zu den Feldern f4, g3 oder d4 wechseln - alles nach bewährtem Muster des Vordenkers und großen Spezialisten der Vorstoßvariante GM Alexander Grischuk, siehe nachstehend. Dxe5 ? Ein ebenso schwerer wie instruktiver Fehler, die Annahme des zweiten Gambit-Bauern ist hier klar verfehlt, wie die vorliegende Partie eindrücklich unter Beweis stellt. Die exponierte Stellung der dreisten Dame und ihres unrochierten Königs wird - auch dank der jetzt halboffenen e-Linie - weidlich ausgebeutet. Andere prüfenswerte Damenzüge: 13. Sg3 ! Diese Demaskierung der Springer/-Turm-Batterie eröffnet Weiß eine lukrative Aussicht auf die Angriffsfelder f5 und h5. Dc7 14. Dg4 ! g6 15. Dd4 ! f6 16. Txe6+ +- Kf7 17. Lf4 Dc8 Angesichts des schwarzen Entwicklungsrückstandes und der luftigen Königsstellung ist der Rest freilich pure Agonie. 18. Te3 18. ... a5 19. Tae1 Dd7 20. h4 20. ... Sa6 21. h5 Sc7 22. Lxc7 Dxc7 23. Dg4 Kf8 24. hxg6 hxg6 25. Lxg6 Td8 26. Dd4 Th6 27. Dc5+ Dd6 Erlaubt einen neckischen Schluß. 28. Te8+ ! Lxe8 29. Txe8+
1-0